Habt ihr euch eigentlich schonmal folgende Frage gestellt: Was passiert eigentlich mit dem in nasser Wäsche enthaltenen Wasser beim trocknen der Wäsche? Oder warum wirkt schwitzen kühlend auf unseren Körper?. Hier kommt die so genannte Verdunstung ins Spiel. Schauen wir uns das ganze doch mal etwas genauer an.
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Einmal kurz und einfach erklärt: Verdunstung ist ein physikalischer Prozess, bei dem Flüssigkeit in den gasförmigen Zustand übergeht – also von Wasser zu Wasserdampf. Das ganze ist ein ziemlicher komplexer Vorgang, wir beschränken uns hier in diesem Beitrag deshalb auf diese vereinfachte Begriffserklärung. Ein anschauliches Beispiel ist – wie oben bereits erwähnt – das Trocknen von nasser Wäsche: Nach dem Waschen bleibt Wasser in den Textilfasern zurück. Dieses Wasser verdunstet nach und nach und wird in die umgebende Luft abgegeben. Dafür benötigen die Wassermoleküle Energie, die sie aus ihrer Umgebung aufnehmen – zum Beispiel aus der warmen Luft oder durch Sonneneinstrahlung. Ein weiteres Beispiel aus unserem Alltag ist unser eigener Körper: Auch auf der menschlichen Haut findet ständig Verdunstung statt. Wenn wir schwitzen, bildet sich ein dünner Wasserfilm auf der Haut. Dieses Wasser verdunstet und entzieht dabei der Haut Wärmeenergie. Genau deshalb wirkt Schwitzen kühlend – ein natürlicher Mechanismus unseres Körpers, um die Körpertemperatur zu regulieren. |
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Mehrere Faktoren beeinflussen, wie schnell die Wäsche trocknet:
Deshalb trocknet Wäsche draußen an einem warmen, windigen Tag deutlich schneller als in einem kühlen, feuchten Raum. Verdunstung ist also ein alltäglicher Prozess, den wir ständig beobachten können. Sie findet jedoch nicht nur im kleinen Rahmen – wie beim Trocknen von Wäsche – statt, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle im Wettergeschehen: Große Wassermengen verdunsten beispielsweise täglich aus Seen und Meeren, gelangen als Wasserdampf in die Atmosphäre und bilden die Grundlage für Wolken und Niederschlag. |
Das Gegenteil der Verdunstung ist übrigens die so genannte Kondensation: Also der Übergang des Wassers von der flüssigen in die gasförmige Phase. Damit beschäftigen wir uns dann ggf. schon im nächsten Wissensbeitrag.

