09.06.2014 | Bowecho im Westen NRW´s | Pfingstunwetter

Schon am Mittag des 09.06.2014 zog eine giftige Superzelle mit großen Hagel über den südwesten Nordrhein-Westfalens hinweg. Lest dazu auch den Bericht zur Superzelle über südwest NRW.

Auch für den Abend kündigten sich noch heftige Gewitter an. Am späten Nachmittag löste es dann über Belgien erste Zellen aus welche sich schnell zu einem heftigen Bowecho formierten. Auch unser gesamtes Team war unterwegs um das System abzufangen.

Stefan machte sich von Wuppertal, Marcus und Nina von Swisttal und Daniel und Arne von Köln aus auf den Weg in richtung Niederbolheim um dort gemeinsam auf die Ankunft des Unwetterträchtigen Bowechos zu warten. Schon auf der Fahrt zeigte sich der riesige Eisschirm des Systems. 

Sehr imposante Mammatus zeigten sich mit annäherung des Systems unter dem Eisschirm. Selten haben wir diese in solcher ausprägung gesehen.

Die Radarbilder versprachen nichts gutes. Das System wies eine enorm hohe Intensität auf, von der Blitzfrequenz ganz zu schweigen. Schon aus der Ferne konnte man die Donnerschläge im sekundentakt hören. Der Aufzug des Systems war dann um so atemberaubender.

Ein atemberaubender Anblick, der Horizont verdunkelte sich als ob es Nacht werde, Blitze im sekundentakt. Mittlerweile war das System gefährlich nah so dass wir uns nun Richtung Osten verlagerten. Schnell wurden wir von Jägern zu gejagten und das System hing uns dicht hinterher. Bei Gymnich suchten wir Schutz unter einer Tankstelle und ließen uns dann überrollen. Weiter nach Osten zu fahren hätte uns nichts gebracht, da die beiden Städte Hürth und Köln mehr oder weniger eine schnelle Fahrt verhinderten.

Heftige Böen und enormer Starkregen peitschten unter der Tankstelle hindurch, allerei Kleinkram flog durch die Luft, die Stimmung war sehr unheimlich. Nach dem Durchzug machten wir uns nochmals auf den Weg aufs freie Feld, denn Rückseitig des Systems zeigten sich noch viele Fotogene Entladungen.. darunter viele Crawler und CG´s. Es war der Hammer.

Mit Abstand war dies der ereignissreichste Tag der letzten Jahre. Ein Tag der wieder gezeigt hat wie wichtig eine gutes Vorwarnystem vor solchen Extremwettereignissen ist. Die Unwetterfront forderte leider auch wieder einige Menschenleben und zerstörte Hab und Gut vieler Bürger und Bürgerinnen. Die Stadt Düsseldorf wurde besonders hart getroffen. Immernoch leiden die Bürger dort unter den Sturmschäden sodass sich nun auch die Bundeswehr mit Räumpanzern bei den Aufräumarbeiten beteiligt.

Unser Video zum Pfingstunwetter

Folgend ein paar Schadensbilder aus der Region um Jackerrath / Titz welche wir am Tag darauf machten.

 

In den kommenden Tagen gibt es auch hier noch ein Video zum Bericht.