Convectiver Outlook 20-10-2021

Ein Stufe 2 wird vorhergesagt für das mögliche Auftreten von schweren Gewittern mit der Gefahr von heftigem Starkregen, größerem Hagel ( Korngrößen 2.5 bis 5 cm ) sowie schweren Sturmböen bis orkanartigen Böen ! Lokal besteht ein erhöhtes Tornadorisiko ! Die Stufe 3 für extreme Unwetter mit ergiebigen Starkregen, Orkanböen und Großhagel ( > 5 cm ) ist nicht ausgeschlossen !

Ein Stufe 1 wird vorhergesagt für das mögliche Auftreten kräftiger Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel

Ein Stufe 0 wird vorhergesagt für eine mögliche Gewitterwahrscheinlichkeit von 50 %

 

 

 

Deutschland liegt heute überwiegend unter Tiefdruckeinfluss. Dabei zeigt sich ein Bodentief über der Nordsee und Dänemark dessen Kaltfront Deutschland überqueren wird. Im Vorfeld wird weiterhin sehr warme bis heisse Luft nach Deutschland gelenkt während hinter der Kaltfront kühlere aber auch stabilere Luft einsickert. Im Vorfeld dieser Kaltfront können sich dann die schweren Gewitter entwickeln während es in der schwülen Luftmasse zunächst nur einzelne Schauer und Gewitter geben wird. Dabei zeigen sich Temperaturunterschiede von 35 / 36 Grad in Berlin und Brandenburg wie auch das östliche Sachsen und Mecklenburg und bis 28 Grad am Rhein und 18 Grad an der Nordseeküste. Kleiner Hochdruckgebiete sorgen mit warmer Luft dafür das sich über Frankreich eine Warmfront bildet durch die, die Kaltfront etwas ausgebremst wird, besonders im Südwesten.

In der Höhe zeigen sich heute zwei Höhentiefs. Dabei ist das Höhentief über der westlichen Biskaya für uns interessant, da von diesem Höhentief Hebungsimpulse ausgehen können und die Fronten stützen kann. Allerdings übt das Höhentief hauptsächlich auf das fast unterhalb liegende Bodentief aus. Über dem zentralen Mittelmeerraum zeigt sich die Achse eines Höhenkeils die sich bis Österreich erstreckt. Seine Wetterwirksamkeit ist allerdings schwach ausgeprägt.

Convectiver Outlook Synoptik nach den Modellen : Swiss HD, Icon D2, GFS, WRF

Weiterhin haben die Radiosondenaufstiege weiterhin ein erhöhten Energiegehalt gezeigt mit Werten von 400 bis 800 j/kg teilweise auch über 1000 j/kg des Most Unstable Cape ( MU Cape ). Weiterhin ist die Luftmasse sehr feucht und potentiell instabil geschichtet. Die hohe Luftfeuchte zeigt sich auch am Gehalt an niederschlagbaren Wassers von teils über 30 mm.

In der Prognose der Modelle zeigt sich auch weiterhin eine schon fast tropische Luftmasse mit einem Theta E in 850 hPa ( ca. 1.5 km Höhe ) von 50 bis 56 Grad. Es werden seitens der Modelle Energiewerte ( Cape ) von 800 bis 2000 j/kg gerechnet mit den höchsten Werten über Bayern. Von Bayern bis Thüringen und Westsachsen zeigen sich auch die signifikanten Parameter sehr stark ausgeprägt. Der Supercell Composit Parameter schlägt hier mit Werten von 4 bis sogar 10 an was eine hohe Wahrscheinlichkeit für Superzellen zeigt. Dieses ist zurück zuführen auf eine deutliche vertikale Windscherung ( Deep layer Shear 0 – 6 km 15 bis 20 m/s ) und einem LLS ( Low Level Shear 0 – 1 km 7.5 bis 10 m/s teils auch stärker ). Zudem ist der 0 – 3 km Helizity Wert mit bis zu 300 m2/s2 deutlich erhöht.

Durch die hohen Scherwerte zeigt sich auch der Energy Helizity Index deutlich erhöht mit Werten von bis zu 4 ( Schwellenwert ist 0.8 für mögliche Tornados EF 0 ). Dementsprechend zeigt sich auch der Signifikant Tornado Parameter punktuell deutlich erhöht mit Werten von 0.6 bis 1.25 was ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Tornados zeigt. Des weiteren werden teilweise erhöhte Blitzraten gerechnet von teils mehr als 60 Blitzen pro Stunde.

In diesem Sinne können sich heute Schwergewitter entwickeln die es durchaus in sich haben bis hin zu Superzellen oder linienhafte Systeme bis hin zu einem Bowecho. Vor allem im Bereich eines möglichen großen Gewitterclusters werden sehr hohe signifikante Parameter gerechnet wodurch sich das Risiko extremer Unwetter erhöht. Dieses könnte sich auf einem Bereich Baden Württemberg, Bayern, Teile Thüringens und Westsachsen abspielen und später auch auf Sachsen Anhalt, Brandenburg übergreifen.

Hebungsimpule sollte es durch die Kaltfront genügend geben und zusätzlich wird diese als erzwungene Hebung durch die Orografie ( Gebirge ) bereitgestellt. Aufgrund der Scherung zeigt sich auch der Scherungscape mit Werten von teils über 1000 j/kg auffällig. Diese kinetische Energie kann ausgelöster Feuchtkonvektion zusätzlich zum Cape als Energie dienen.

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