Brisante Wetterlage am Wochenende: Luftmassengrenze bringt Schnee und Eisregen

Eine spannende, aber zugleich auch brisante und ja, auch gefährliche Wetterlage entwickelt sich am ersten Februar-Wochenende über Deutschland und Nordrhein-Westfalen. Denn erneut bekommen wir es zwischen Tiefdrucksystemen im Süden welche sehr milde Luftmassen nach Norden transportieren und Hochs im Norden welche eisge Luft nach Süden transportieren mit einer Luftmassengrenze zu tun.

Diese unterschiedlichen Luftmassen stoßen über Deutschland zusammen und die milde Luft gleitet auf die kalte Luft auf. Dies sorgt zum einen für starke Bewölkung und vor allem durch die feuchte Warmluft zu kräftigen Niederschlägen. Diese fallen auf der kalten Seite als Schnee, im Übergangsbereich als Schneeregen oder Glatteisregen und auf der milden Seite als Regen.

Kartenquelle: Windy.com

Oben gezeigte Karte, zeigt die simulierte Situation in der Nacht zum Sonntag um 1 Uhr. Dabei markiert die mittlere blaue Linie die Luftmassengrenze. Nördlich dieser Luftmassengrenze kommt es zu kräftigen und langanhaltenden Schneefällen, südlich dieser Grenze zu Schnee,- oder Eisregen. Besonders in dem Bereich der roten Linien könnte es aufgrund des Eisregens sehr gefährlich auf den Straßen werden.

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Die genaue Lage der Luftmassengrenze und somit der genaue Schneeregen oder Eisregenbereich sowie auch der Bereich des kräftigen Schneefalls ist aus aktueller Sicht noch immer nicht ganz sicher und könnte sich somit noch verschieben. Das oben gezeigte ECMWF Modell hält derzeit eine südlichere Ausrichtung der LMG für wahrscheinlich, während das amerikanische GFS sowie auch das ICON-EU Modell eine nördlichere Ausrichtung für Wahrscheinlich hält.

Modellvergleich: Simulierte Neuschneemenge der nächsten 3 Tage

Anhand der folgenden Karten wird deutlich wie unterschiedlich die Wettermodelle die aktuelle Wetterlage berechnen.

Kartenquelle: Windy.com

Das europäische ECMWF Modell rechnet derzeit die südlichste Variante. Somit würde es der gesamte nördliche Teil Nordrhein-Westfalens mit erheblichen Schneemengen zu tun bekommen.

Kartenquelle: Windy.com

Beim amerikanischen GFS Modell sieht das allerdings schon anders aus. Hier liegt die Luftmassengrenze deutlich weiter nördlich, so dass nur noch der nördlichste Teil Nordrhein-Westfalens etwas vom Schneefall abbekommt, während die mitte und der südliche Teil mit erheblichen Beeinträchtigungen durch Schnee oder Eisregen rechnen muss.

Kartenquelle: Windy.com

Das ICON-EU Modell sieht ähnlich wie auch das amerikanische GFS Modell eher die nördliche Variante als Wahrscheinlich.

Genaue Ausrichtung der Luftmassengrenze noch unsicher

Aus dem oben gezeigten Modellvergleich wird schnell ersichtlich dass es sich bei dieser Wetterlage um eine in der Fachsprache sog. Nowcast-Wetterlage handelt und nur die Echtzeitbeobachtungen und Vorhersagen (im engl. Nowcast) eine hohe Trefferquote aufweisen. Wie sich die Lage bis morgen Abend entwickelt bleibt also spannend. Wir bleiben dran und am Samstag Mittag gibt es dann hier auf unserer Webseite ein großes Update zur Wetterlage.

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