Fototour: Unterwegs im Hohen Venn an der belgischen Grenze

Das sehr schöne Wetter der letzten Wochen sowie die aktuell noch langen Tage, habe ich dafür genutzt um endlich ein paar der Ziele, bzw. fotografisch interessanten Orte zu besuchen, welche ich schon seit langer Zeit auf meiner To-Do Liste für die Landschaftsfotografie stehen hatte. So verschlug es mich, vor knapp zwei Wochen, ins Hohe Venn an der belgischen Grenze kurz hinter Mützenich. Mein Ziel für diesen Abend war es, ein paar schöne Bilder dieser wunderbaren Naturlandschaft während der goldenen Stunde zu machen.

Bisher kannte ich das hohe Venn nur aus dem Internet, also von Bildern und Videos anderer. So war es für mich der erste Besuch und mit ziemlicher Sicherheit auch nicht der letzte. Eine solch schöne und ruhige Naturlandschaft mit einer so großen Vielfalt in der Tier und Pflanzenwelt, habe ich wirklich selten gesehen und fasziniert mich, wenn ich an diese Tour zurück denke, noch heute.

30.06.2022 - Klassische Superzelle im südwesten Nordrhein-Westfalens

Der Juni war definitv für den südwesten Nordrhein-Westfalens ein Gewitterreicher Monat. Es ging wirklich schlag auf schlag und wie auch die letzte Gewitterlage vom 24.06 war auch die Lage am 30.06.2022 für mich wieder ein richtiges Überraschungspaket. Seit den frühen Nachmittagsstunden dümpelten ein paar orografisch getriggerte langsam ziehende Multizellen in der Eifel vor sich her. Ich wartete also erstmal ab, da mir an diesem Tag einfach die Motivation fehlte um solche Zellen zu jagen.

Das Radar ständig im Blick, bemerkte ich jedoch eine Zellentwicklung die sehr interessant aussah. Eine der Zellen, nämlich wie üblich die südlichste von allen, entwickelte ein schönes Hook-Echo und drehte nach rechts bei... "da is ne Meso drin" dachte ich mir und sprintete zum Auto um schnell näher ran zu fahren.

24.06.22 - Heftige Multizelle mit Shelfcloud bei Swisttal

Unverhofft kommt oft... so lässt sich die Lage vom Freitag, den 24.6.2022 eigentlich am besten beschreiben. Das Setup für Gewitter im westlichen Nordrhein-Westfalen sah eher mäßig aus, so sah auch Estofex in der Vorhersage für diesen Tag im Westen "nur" eine 50% Wahrscheinlichkeit für Gewitter jedoch ohne großes Unwetterpotential weshalb auch keine Warnstufe kategorisiert wurde. Meine Erfahrungen aus 15 Jahren Sturmjagd besagten aber, dass eben jene Lagen unter anderem richtig tolle Strukturen hervorbringen können und genau so sollte es auch dieses mal wieder sein. 

Bereits am Mittag entwickelten sich einzelne kleinere Zellchen welche sich aber rasch wieder auflösten und nur mäßig gewittrig aktiv waren. Am späteren Nachmittag entwickelte sich dann in der immer noch sehr schwülen und labilen Luft eine kräftige Multizelle im Bereich Zülpich / Euskirchen welche weiter in Richtung Erftstadt und Köln zog. Bei meinem Heimatort in Swisttal-Heimerzheim hatte ich die perfekte Position um die aufziehende Zelle zu beobachten, so fuhr ich aufs Feld um die Ecke und wurde wieder einmal davon überzeugt dass auch solche eher unscheinbaren Gewitterlagen absolute wahnsinnige Strukturen hervorbringen können. Aber seht selbst.

19.05.22 - Schwergewitterlage im westlichen NRW

Für den 19.05.2022 prognostizierten die Wettermodelle für den Westen Deutschlands eine signifikante Unwetterlage welche gleichzeitig auch die erste "große" Gewitterlage für Nordrhein-Westfalen werden sollte. Schon einige Tage zuvor beobachtete ich gespannt die Berechnungen der verschiedenen Modelle welche anfangs noch mit großen Unsicherheiten daherkamen aber dann zum Mittwoch zum größten Teil einheitlich waren. So entschlossen Daniel und ich uns am frühen Donnerstagnachmittag zu treffen und gemeinsam auf die Jagd zu gehen.

Zu diesem Zeitpunkt gab es auf dem Radar auch schon eine erste interessante Zellentwicklungen mit Kurs Richtung Bergheim / Bedburg. So blieben wir erstmal in der Region und ließen die Zellen näher kommen welcher sich sich zunehmender zu einer Gewitterlinie formierten und unter Verstärkung in den Westen NRW´s herein zogen. Wir entschieden uns dem System ein wenig entgegen zu fahren und positionierten uns bei Kirchherten im Kreis Bergheim. Dort konnten wir folgende beeindruckende Aufnahmen machen. 

Das Problem mit der Wettervorhersage und warum manche Vorhersagen einfach blödsinn sind

Wie wird eigentlich der Winter? Gibt es weiße Weihnachten? Kommt der erste Schnee? Wird es ein Bibber-Winter? Das alles sind Beitragstitel die man derzeit häufig im Zusammenhang mit Beiträgen bzgl. des Winterwetters im Internet findet. Titel die dem Leser eine Prognose von teilweise über einem Monat versprechen.

Viele von euch denken sich bei solchen Beiträgen sicher sowas wie "wie wollen die Wetterfrösche das Wetter in einem Monat vorhersagen, wenn die das nicht mal für drei Tage können?". Aber, warum ist das eigentlich so? Warum liegen die Wetterprognosen manchmal so falsch? Im heutigen Blogbeitrag möchte ich euch dazu mal ein ehrliches Statement eines Hobby-Wetterfrosches geben.

Hochwasser Juli 2021 meteorologischer Rückblick

Der meteorologische Rückblick auf die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021

 

Zwischen dem 13.07.2021 und dem 15.07.2021 kam es besonders über Rheinland Pfalz und Nordrhein Westfalen zu einem besonders ergiebigen Dauerregen der auch noch schauerartig verstärkt war, zeitweise auch mit Schwergewittern durchsetzt. In der Meteorologie nennen wir das Konvektiver Niederschlag.

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